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Offene Information

Während größere Unternehmen, die der Mitbestimmung unterliegen oder einen Betriebsrat eingerichtet haben, zu einer offenen Informationspolitik verpflichtet sind, tun sich eigenständige Unternehmer immer noch schwer, ihre Mitarbeiter offen zu informieren. Häufig wird gefürchtet, dass die "Herr-im Hause"-Funktion eingeengt oder gar aufgehoben wird.

Mitarbeiterbeteiligung beginnt mit einer offenen Information, die auf einem soliden Vertrauensverhältnis basiert, Misstrauen aber ist der Tod jeder produktiven Kommunikation. Nur gut informierte Mitarbeiter, die Vertrauen genießen, können sich ihrerseits mit "ihrem" Unternehmen identifizieren und werden es auch in Krisenzeiten mittragen. Dazu muss die Erweiterung von Wissen und dessen Weitergabe gefördert werden.

„Wo Vertrauen wächst, wo überdies persönliche Vorbilder dafür einstehen, kann man über alles reden: eine rationelle Arbeitsorganisation, die Kostensituation, die Produktivität, die normalen Konflikte, die in kooperativer Weise gelöst werden sollen. Einer als notwendig erkannten Maßnahme hat stets die Kommunikation darüber voranzugehen. Wo man mit den Menschen spricht, sie sich ernst genommen und nicht von oben herab bevormundet fühlen, wo sie spüren, dass ihr Wissen, ihre Erfahrung dringend benötigt werden, dass sie Persönlichkeiten und keine Nummern im System sind, da werden Tore zu neuen Erkenntnissen aufgestoßen, da treten Ideen und Konzeptionen zutage, auf die man zuvor gar nicht oder nur unzureichend gekommen war."

 

[Quelle: Bertelsmann-Stifung, Erfolgsfaktor, S. 15]

 



 

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